19.07.2016 - Auf nach Rio hieß es nun! Eine 25-stündige Busfahrt stand uns bevor. Der Bus war sehr leer und wir richteten uns bequem ein. Es sollte keinen Boardservice geben und schon jetzt vermissten wir das leckere Buffet in Puerto Iguazú.
Wir fuhren durch eine grüne Landschaft und fühlten uns fast wie in Deutschland. Überall waren Äcker, nur die kleinen Baumgruppen dazwischen sahen eher nach brasilianischem Urwald aus als unsere deutschen Wälder. Immer wieder sahen wir Brandrodungen der Äcker, Rauchschwaden stiegen meterhoch in die Luft. An einer Polizeikontrolle wurde unser Bus heraus gezogen. Ein Beamter stieg ein und sagte etwas auf Portugiesisch. Wir verstanden ja nun nicht mehr so viel und ich fragte unseren zweiten Busfahrer hinter mir, was der Beamte gesagt hatte (auf Spanisch). Er erklärte mir etwas (in Portuñol, einer Mischung aus Portugiesisch und Spanisch), ich verstand aber immer noch nicht viel. Portugiesisch lesen fällt uns mit unseren Spanischkenntnissen leicht, aber die Aussprache ist doch sehr anders, als wir es gewohnt sind. Wir fuhren zu einer Polizeistation und zwei weitere Beamte stiegen ein. Einer der beiden zwinkerte uns zu und fragte, wo wir herkommen. Dann tastete er den Mann hinter uns komplett ab. Wir sahen wohl wirklich aus wie drei unschuldige Touristen ;) Zwei Männer mussten aussteigen. Wir beobachteten das Geschehen aus dem Fenster. Die Beamten hatten vor sich eine große Reisetasche voll mit Sonnenbrillen. Wir vermuteten, dass es Plagiate waren und die beiden Männer sie günstig irgendwo eingekauft hatten und nun weiter verscherbeln wollten. Vermutlich sind diese aus Paraguay, dort gibt es ja keine Gepäckkontrollen an der Grenze zu Brasilien. Der Mann stieg zwar wieder in den Bus ein, aber wollte kurz später wieder aussteigen. Wir waren da gerade aus dem Blickfeld der Beamten verschwunden und wir überlegten, ob er jetzt dort einbrechen und sich die Sonnenbrillen wieder holen wollte. Oder die Weiterfahrt ohne Sonnenbrillen lohnte sich für ihn nun nicht mehr und er wollte zurück, um neue zu kaufen.
Wir fuhren etwas rätselnd und Geschichten ausmalend weiter. Nach einem spektakulären, farbenfrohen Sonnenuntergang machte der Bus eine Pause. Uns fielen fast die Augen heraus, als wir sahen, dass es in dem Rasthof ein Buffet gab... wir schnappten uns einen Teller und probierten die ganzen fremden Sachen, die es da gab. Besonders lecker fanden wir die frittierten Bananen und die Maracuyacreme. Beim Essen lernten wir Zeyneb aus der Türkei und eine Brasilianerin kennen. Viel Zeit zum Quatschen war aber nicht, denn die Fahrt ging weiter. Wir richteten uns bequem ein und versuchten, zu schlafen.
20.07.2016 - Wir waren immer noch unterwegs. Weil immer mal wieder Stau war, kamen wir drei Stunden später als geplant in Rio de Janeiro an. Damit waren es 28 Stunden Busfahrt. Unsere längste. Mit Zeyneb teilten wir uns ein Taxi, unsere Hostels lagen nicht weit auseinander. Mit dem Bus- und Metrosystem wollten wir uns erst später auseinandersetzen, ohne Gepäck. Das ist nämlich immer anstrengend und stressig, sich mit den großen Rucksäcken in volle Metros oder Busse zu quetschen. Wir hatten diesmal ein sehr neues, modernes und sauberes Hostel und das für wenig Geld. Die tolle Dusche wurde gleich ausprobiert und dann ging es an den Strand. Wir wohnten an der Copacabana und wir tranken erstmal einen Caipirinha in einer Strandbar. Für Caro mit Kiwi und Krisitin und ich tranken einen mit Erdbeeren. Dazu gab es Livemusik. Wir schauten auch schnell im offiziellen Olympiastore vorbei, da gab es einen Haufen überteuerten Krempel. Allgemein wurde viel gebaut und Werbung für die Olympiade gemacht. In den Metrostationen waren die öffentlichen Verkehrswege zu den einzelnen Olympiastätten ausgeschildert, Strandbereiche waren gesperrt und wurden für Wettkämpfe vorbereitet und die Polizeipräsenz war hoch, aber nicht auffällig. Absperrung standen bereit zum Aufbauen. Wir waren mittlerweile froh, noch vor den Spielen in Rio zu sein (wir hatten es bei der Planung in Erwägung gezogen, die Spiele zu besuchen), denn die Stadt war so schon voll und in zwei Wochen wird hier die Hölle los sein.
21.07.2016 - Frühstück gab es in einer Bäckerei neben dem Hostel. So spart sich das Hostel wohl Personal ein, eine Küche gab es dort nämlich auch nicht. An der Rezeption bekamen wir drei Essensmarken und konnten diese für ein belegtes Brötchen (mit Ei, Käse oder Wurst), ein Stück Kuchen und ein Getränk einlösen. Die Bäckerei war sehr klein und hatte ein winziges Angebot. Wahrscheinlich waren die Hostelgäste die einzigen Kunden.
Mit einem Stadtplan bewaffnet machten wir uns auf den Weg zur Metrostation und fuhren ins Zentrum. Wir landeten direkt auf einem Krempelmarkt und besorgten uns so ein paar fehlende Dinge, wie ein Schloss für den Spind im Hostel, Kopfhörer und eine Handnähmaschine. Die sieht aus wie ein großer Tacker, bestückt mit Nadel und Faden, mit dem man eine Naht tackern kann. Für die Reise ganz praktisch, dachte ich.
Bei einem Fruchtsaft verschafften wir uns erstmal einen Überblick, wo wir waren und wo wir überhaupt hinwollten. Fruchtsäfte gab es hier frisch zubereitet an jeder Ecke aus allen möglichen Obstsorten, von denen wir viele nicht kannten (oder nicht verstanden). Wir liefen zum Meeresufer und in den Flamengo-Park. Auch hier war für die Olympiade viel abgesperrt und wir rätselten, welche Wettkämpfe da wohl stattfinden werden. Wir schauten uns ein Denkmal von der Armee an und kamen dann an einen Strand. Der war auch zur Hälfte abgesperrt. Von dort hatte man eine gute Sicht auf den Zuckerhut. Zum Baden war es leider zu kalt, aber dafür war der Strand relativ leer.
Wir liefen wieder zurück in die Innenstadt ins Viertel Lapa. Das sollte ein Barviertel sein und wir hofften, ein bisschen Samba zu hören. Entgegen unseren Erwartungen ging es musikalisch doch sehr ruhig in der Stadt zu. Stattdessen machte uns der viele Verkehrslärm ordentlich zu schaffen und überall roch es streng nach Pisse. Gerade hier im Barviertel sah man viele Menschen, die auf der Straße lebten. Das war ein trauriger Anblick. Wir waren mittlerweile ziemlich k.o. und beschlossen, zurück zum Hostel zu fahren. Bei einem Buffet aßen wir schnell eine Kleinigkeit (hier gibt es zu unserer Freude überall Buffet zu Kilopreisen). Im Hostel freuten Caro und ich uns auf einen Besuch in der Dampfsauna. Denn laut der Internetseite unseres Hostels sollte dieses eine solche Sauna haben. An der Rezeption schaute man uns aber nur blöd an... wie kommen wir denn auf die Idee, dass es hier eine Sauna gäbe. Missmutig stapften wir zurück ins Zimmer und duschten heiß. Vielleicht meinte man ja mit Steam Room (so hat das da nämlich gestanden) auch nur einen Trockenraum für Wäsche, aber wenn man danach googelt, ist das eindeutig eine Dampfsauna!
22.07.2016 - Wir wollten heute zur Statue des Cristo Redentor auf dem 710 m hohen Berg Corcovado. Der Mitarbeiter im Hostel erklärte uns, dass wir dort ganz einfach mit den Vans hinkommen, die hier gleich um die Ecke fuhren. Diese hatten wir gestern schon erspäht und so machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg dorthin. Nur leider fuhren diese Vans nicht zur Statue, sondern woanders hin. Mit Händen und Füßen erklärte uns der Fahrer, dass wir mit der Metro zu einer bestimmten Haltestelle fahren müssen, dort fahren die Vans zum Cristo Redentor ab. So taten wir das auch. Da die Bergspitze aber noch in den Wolken verschwunden war, setzten wir uns mit einem Fruchtsaft auf den Platz und warteten eine Stunde. Mein Versuch, mal eine unbekannte Frucht auszuprobieren, war nicht so erfolgreich und ich saß mit einem sehr sauren und sämigen Getränk da. Bald war die Statue sichtbar und so kauften wir uns unsere Tickets. Es ging eine steile und kurvige Straße hinauf, bis wir weit über Rio waren. Die 30 m hohe Statue ist eine der beiden Hauptattraktionen Rios und dementsprechend war einiges los. Die Menschen drängelten sich auf der Terasse, um ein gutes Bild von sich und der Statue zu erhaschen. Wir mussten unsere Köpfe einziehen, damit uns keiner seinen Selfie-Stick oder seine in die Luft gestreckten Hände ins Gesicht wedelte. Bei gutem Wetter hätte man eine gute Aussicht über Rio, das Meer und Umland haben können. Heute war es ziemlich diesig, aber man konnte trotzdem die gigantischen Ausmaße Rios zwischen den vielen mit atlantischem Regenwald bedeckten Hügeln erahnen. Überall sah man die bunten Favelas an den Hängen hinauf wachsen und in der Bucht warteten große Containerschiffe, bis sie in den Hafen einfahren konnten.
Wir hatten eigentlich geplant, einen Wanderweg in dem dort liegenden Nationalpark zu wandern. Aber in der Touristeninformation auf dem Corcovado erfuhren wir, dass man aus Sicherheitsgründen nur mit einem Guide im Nationalpark wandern darf. Zum einen soll die Wegführung nicht sehr gut sein, zum anderen warnt man auch vor Kriminalität. Es gab einen kleinen Wanderweg, den wir hätten wandern können. Aber bis zum Beginn dieses Weges hätten wir ein ganzes Stück die gut befahrene Straße laufen müssen und wären dann im Viertel Ipanema gelandet, wo weit und breit keine Metrostation gewesen wäre. Also fuhren wir mit dem Van zurück ins Zentrum und beschlossen, das Künstlerviertel Santa Teresa zu besuchen.
Der Reiseführer wirbt für Santa Teresa als wunderschönes Künstlerviertel mit vielen kleinen Ateliers. Der direkte Weg dorthin führte auf einen der vielen Hügel Rios und wir kraxelten einige Stufen hinauf. Dafür wurden wir oben mit einer tollen Aussicht belohnt. Wir stießen auf eine alte Ruine und beobachteten kleine süße Büscheläffchen, die versuchten, von einem Baum zum nächsten zu gelangen. Problem war, dass der Abstand zwischen den Bäumen zu groß zum Springen war und sie ein Stück über den Boden mussten. Dort schienen sie sich nicht sehr wohl zu fühlen, zumal wir da standen und sie beobachteten. Aber sie schafften es alle, selbst das kleine Baby, welches sich an seine Mutti krallte. Santa Teresa ist ein sehr schönes Viertel in Rio. Wir genossen die Ruhe fernab der großen Verkehrsstraßen und schlenderten durch die vielen Ateliers, wo das eine oder andere Souvenir in unsere Tasche wanderte. Alles natürlich handgemacht.
20.07.2016 - Wir waren immer noch unterwegs. Weil immer mal wieder Stau war, kamen wir drei Stunden später als geplant in Rio de Janeiro an. Damit waren es 28 Stunden Busfahrt. Unsere längste. Mit Zeyneb teilten wir uns ein Taxi, unsere Hostels lagen nicht weit auseinander. Mit dem Bus- und Metrosystem wollten wir uns erst später auseinandersetzen, ohne Gepäck. Das ist nämlich immer anstrengend und stressig, sich mit den großen Rucksäcken in volle Metros oder Busse zu quetschen. Wir hatten diesmal ein sehr neues, modernes und sauberes Hostel und das für wenig Geld. Die tolle Dusche wurde gleich ausprobiert und dann ging es an den Strand. Wir wohnten an der Copacabana und wir tranken erstmal einen Caipirinha in einer Strandbar. Für Caro mit Kiwi und Krisitin und ich tranken einen mit Erdbeeren. Dazu gab es Livemusik. Wir schauten auch schnell im offiziellen Olympiastore vorbei, da gab es einen Haufen überteuerten Krempel. Allgemein wurde viel gebaut und Werbung für die Olympiade gemacht. In den Metrostationen waren die öffentlichen Verkehrswege zu den einzelnen Olympiastätten ausgeschildert, Strandbereiche waren gesperrt und wurden für Wettkämpfe vorbereitet und die Polizeipräsenz war hoch, aber nicht auffällig. Absperrung standen bereit zum Aufbauen. Wir waren mittlerweile froh, noch vor den Spielen in Rio zu sein (wir hatten es bei der Planung in Erwägung gezogen, die Spiele zu besuchen), denn die Stadt war so schon voll und in zwei Wochen wird hier die Hölle los sein.
21.07.2016 - Frühstück gab es in einer Bäckerei neben dem Hostel. So spart sich das Hostel wohl Personal ein, eine Küche gab es dort nämlich auch nicht. An der Rezeption bekamen wir drei Essensmarken und konnten diese für ein belegtes Brötchen (mit Ei, Käse oder Wurst), ein Stück Kuchen und ein Getränk einlösen. Die Bäckerei war sehr klein und hatte ein winziges Angebot. Wahrscheinlich waren die Hostelgäste die einzigen Kunden.
Mit einem Stadtplan bewaffnet machten wir uns auf den Weg zur Metrostation und fuhren ins Zentrum. Wir landeten direkt auf einem Krempelmarkt und besorgten uns so ein paar fehlende Dinge, wie ein Schloss für den Spind im Hostel, Kopfhörer und eine Handnähmaschine. Die sieht aus wie ein großer Tacker, bestückt mit Nadel und Faden, mit dem man eine Naht tackern kann. Für die Reise ganz praktisch, dachte ich.
Bei einem Fruchtsaft verschafften wir uns erstmal einen Überblick, wo wir waren und wo wir überhaupt hinwollten. Fruchtsäfte gab es hier frisch zubereitet an jeder Ecke aus allen möglichen Obstsorten, von denen wir viele nicht kannten (oder nicht verstanden). Wir liefen zum Meeresufer und in den Flamengo-Park. Auch hier war für die Olympiade viel abgesperrt und wir rätselten, welche Wettkämpfe da wohl stattfinden werden. Wir schauten uns ein Denkmal von der Armee an und kamen dann an einen Strand. Der war auch zur Hälfte abgesperrt. Von dort hatte man eine gute Sicht auf den Zuckerhut. Zum Baden war es leider zu kalt, aber dafür war der Strand relativ leer.
Wir liefen wieder zurück in die Innenstadt ins Viertel Lapa. Das sollte ein Barviertel sein und wir hofften, ein bisschen Samba zu hören. Entgegen unseren Erwartungen ging es musikalisch doch sehr ruhig in der Stadt zu. Stattdessen machte uns der viele Verkehrslärm ordentlich zu schaffen und überall roch es streng nach Pisse. Gerade hier im Barviertel sah man viele Menschen, die auf der Straße lebten. Das war ein trauriger Anblick. Wir waren mittlerweile ziemlich k.o. und beschlossen, zurück zum Hostel zu fahren. Bei einem Buffet aßen wir schnell eine Kleinigkeit (hier gibt es zu unserer Freude überall Buffet zu Kilopreisen). Im Hostel freuten Caro und ich uns auf einen Besuch in der Dampfsauna. Denn laut der Internetseite unseres Hostels sollte dieses eine solche Sauna haben. An der Rezeption schaute man uns aber nur blöd an... wie kommen wir denn auf die Idee, dass es hier eine Sauna gäbe. Missmutig stapften wir zurück ins Zimmer und duschten heiß. Vielleicht meinte man ja mit Steam Room (so hat das da nämlich gestanden) auch nur einen Trockenraum für Wäsche, aber wenn man danach googelt, ist das eindeutig eine Dampfsauna!
22.07.2016 - Wir wollten heute zur Statue des Cristo Redentor auf dem 710 m hohen Berg Corcovado. Der Mitarbeiter im Hostel erklärte uns, dass wir dort ganz einfach mit den Vans hinkommen, die hier gleich um die Ecke fuhren. Diese hatten wir gestern schon erspäht und so machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg dorthin. Nur leider fuhren diese Vans nicht zur Statue, sondern woanders hin. Mit Händen und Füßen erklärte uns der Fahrer, dass wir mit der Metro zu einer bestimmten Haltestelle fahren müssen, dort fahren die Vans zum Cristo Redentor ab. So taten wir das auch. Da die Bergspitze aber noch in den Wolken verschwunden war, setzten wir uns mit einem Fruchtsaft auf den Platz und warteten eine Stunde. Mein Versuch, mal eine unbekannte Frucht auszuprobieren, war nicht so erfolgreich und ich saß mit einem sehr sauren und sämigen Getränk da. Bald war die Statue sichtbar und so kauften wir uns unsere Tickets. Es ging eine steile und kurvige Straße hinauf, bis wir weit über Rio waren. Die 30 m hohe Statue ist eine der beiden Hauptattraktionen Rios und dementsprechend war einiges los. Die Menschen drängelten sich auf der Terasse, um ein gutes Bild von sich und der Statue zu erhaschen. Wir mussten unsere Köpfe einziehen, damit uns keiner seinen Selfie-Stick oder seine in die Luft gestreckten Hände ins Gesicht wedelte. Bei gutem Wetter hätte man eine gute Aussicht über Rio, das Meer und Umland haben können. Heute war es ziemlich diesig, aber man konnte trotzdem die gigantischen Ausmaße Rios zwischen den vielen mit atlantischem Regenwald bedeckten Hügeln erahnen. Überall sah man die bunten Favelas an den Hängen hinauf wachsen und in der Bucht warteten große Containerschiffe, bis sie in den Hafen einfahren konnten.
Wir hatten eigentlich geplant, einen Wanderweg in dem dort liegenden Nationalpark zu wandern. Aber in der Touristeninformation auf dem Corcovado erfuhren wir, dass man aus Sicherheitsgründen nur mit einem Guide im Nationalpark wandern darf. Zum einen soll die Wegführung nicht sehr gut sein, zum anderen warnt man auch vor Kriminalität. Es gab einen kleinen Wanderweg, den wir hätten wandern können. Aber bis zum Beginn dieses Weges hätten wir ein ganzes Stück die gut befahrene Straße laufen müssen und wären dann im Viertel Ipanema gelandet, wo weit und breit keine Metrostation gewesen wäre. Also fuhren wir mit dem Van zurück ins Zentrum und beschlossen, das Künstlerviertel Santa Teresa zu besuchen.
Der Reiseführer wirbt für Santa Teresa als wunderschönes Künstlerviertel mit vielen kleinen Ateliers. Der direkte Weg dorthin führte auf einen der vielen Hügel Rios und wir kraxelten einige Stufen hinauf. Dafür wurden wir oben mit einer tollen Aussicht belohnt. Wir stießen auf eine alte Ruine und beobachteten kleine süße Büscheläffchen, die versuchten, von einem Baum zum nächsten zu gelangen. Problem war, dass der Abstand zwischen den Bäumen zu groß zum Springen war und sie ein Stück über den Boden mussten. Dort schienen sie sich nicht sehr wohl zu fühlen, zumal wir da standen und sie beobachteten. Aber sie schafften es alle, selbst das kleine Baby, welches sich an seine Mutti krallte. Santa Teresa ist ein sehr schönes Viertel in Rio. Wir genossen die Ruhe fernab der großen Verkehrsstraßen und schlenderten durch die vielen Ateliers, wo das eine oder andere Souvenir in unsere Tasche wanderte. Alles natürlich handgemacht.
Zurück im Viertel Lapa aßen wir in einem kleinen Restaurant das typisch brasilianische Gericht Strogonow. Ein Bettler wollte unsere Reste und wir versuchten ihm klar zu machen, dass er bitte warten möchte, weil wir es für ihn einpacken lassen wollten. Der Kellner war eh schon sauer, da wir einem anderen Bettler ein paar unserer Pommes gegeben hatten, aber er erfüllte missmutig unseren Wunsch und packte uns das Essen ein. Der Bettler war aber währenddessen uns anscheinend ausschimpfend wieder verschwunden und wir beschlossen, das Essenspaket jemandem anderen zu geben. An der U-Bahn-Station trafen wir eine Mutti mit Kind, die Süßigkeiten verkaufte. Als Caro sie fragte, ob sie vielleicht das Essen haben wollten, sprang der kleine Junge freudig auf und umarmte Caros Beine (größer war er nicht). Er bedankte sich so aufrichtig und freute sich so sehr über das Essen, dass uns allen dreien Tränen in die Augen stiegen. Das war schon ein ergreifender Moment.
Als wir ins Hostel zurückkehrten, bemerkten wir einen seltsamen Geruch in unserem Zimmer. Wir hatten am Tag zuvor Guaven gekauft und die müffelten wohl ein wenig im Spind (Guaven stinken auch, wenn sie noch gut sind!). Wird wohl keiner merken, dachten wir... lüften konnten wir bei den kleinen Fenstern kaum. Aber als neue Gäste kamen und mit rümpfender Nase anscheinend ein anderes Zimmer verlangten (das Gespräch verstanden wir nicht), waren wir uns da doch nicht mehr sicher. Erst recht nicht, als danach die Putzfrau kam und unseren Müll lehrte, das Bad putzte und Duftspray verteilte... die Guaven hingen wir dann erstmal mit einem Beutel aus dem kleinen Fenster. Aber eigentlich waren wir ganz froh drüber, denn es war schon zu viert sehr sehr eng in dem winzigen Sechs-Mann-Zimmer.
23. 07. 2016 - Für heute hatten wir uns eine weitere Hauptattraktion Rios vorgenommen: den Zuckerhut. Bisher war es uns immer zu bewölkt, aber heute strahlte die Sonne wie lange nicht mehr auf unserer Reise. Da man auf den Zuckerhut entweder hoch klettern musste oder eine Seilbahn nehmen konnte, beschloss Caro, nicht mit hochzukommen, sondern lieber das Viertel Ipanema und die Copacabana zu erkunden. So trennten sich unsere Wege an der Metrostation. Wir hatten uns für zwei verschiedene Zeiten zwei verschiedene Treffpunkte ausgemacht. Da wir keine brasilianischen Telefonkarten hatten und Kristin und ich nicht wussten, was uns für eine Schlange am Zuckerhut erwartete, wussten wir nicht, ob wir es zur ersten vereinbarten Zeit schaffen würden. Daher gab es vorsichtshalber einen zweiten Treffpunkt, sollte einer von uns nicht auftauchen.
Die Wegbeschreibung zum Zuckerhut des Hostelmitarbeiters war zwar richtig, aber sehr ungenau. Mit Durchfragen fanden wir den richtigen Bus und stiegen an der Talstation der Seilbahn aus. Es standen nicht sehr viele Leute an und so ging es recht fix. Den angekündigten Studentenrabatt gab es auch, wir zahlten weniger als die Hälfte des normalen Eintritts. Auf dem Weg nach oben stiegen wir an der Mittelstation um. Hier war einiges los, anscheindend war heute ein Kinderfest und viele Familien fuhren auf den Zuckerhut. Zum Glück war an der Mittelstation ein bisschen Programm, sodass viele Familien dort hängen blieben und wir an der nächsten Gondel auch nicht lange anstehen mussten. Wir genossen die Aussicht und machten Fotos. Ein brasilianisches Möchtegernmodel machte es mir besonders schwer, das perfekte Foto für sie mit ihrer Handykamera zu schießen...ich fand einfach nicht den von ihr gewünschten Winkel für ihr perfektes Rio-Foto. Ich verstand ja leider nicht, was sie mir da die ganze Zeit erklärte. Es gab noch einen kleinen Rundweg durch die Reste des atlantischen Regenwaldes, die sich auf dem Zuckerhut befanden. Wir konnten wieder Äffchen beobachten und sahen auch eine große Eidechse. Dann ging es wieder hinunter. An der Talstation schauten wir nicht schlecht. Die Schlange war jetzt unglaublich lang, man stand jetzt bestimmt mindestens eine Stunde lang an. Netterweise war der Wartebereich überdacht. Da hatten wir echt Glück gehabt. Wir fuhren zurück zur Copacabana. Hier probierten wir einen Fruchtsaft aus Açai, einer tropischen Waldbeere. Der war sehr lecker und erinnert uns in Aussehen und Geschmack an Heidelbeeren.
Der Strand an der Copacabana war voll. Auf der Promenade reihte sich ein Kramsverkäufer an den anderen: Billigschmuck, Tücher, Mützen, Souvenirs, Armbänder...alles, was das Herz nicht begehrt. Vor allem nicht, wenn man die Verkaufsobjekte von den wandernden Strandverkäufern alle zwei Minuten erneut unter die Nase gehalten bekommt. Am Olympiastore, unserem ersten Treffpunkt, fanden wir Caro wieder und dann gab es erstmal eine Kokosnuss bzw. Kokoswasser. Das ist im Prinzip die Kokosmilch einer noch eher unreifen Kokosnuss und schmeckt nicht so intensiv. Das fanden wir lecker und erfrischend. Auch hier kam alle zwei Minuten ein Krempelverkäufer vorbei. Als erholsam empfinden wir einen Strandurlaub hier an der Copacabana jedenfalls nicht. Wir flüchteten in das ruhige Viertel Santa Teresa. Hier sollte heute ein Handwerkermarkt sein, von solchen Märkten bekamen wir einfach nicht genug. Die historische Straßenbahn fuhr zu der Uhrzeit leider nicht mehr und so kraxelten wir wieder zu Fuß hinauf. Der Markt war leider nicht so, wie erwartet und daher nahmen wir einen Bus zurück ins Zentrum und mit der Metro weiter zum Hostel. Kristin fand auf der Straße 60 Reaís (ca. 15 €) und wir beschlossen, davon gemeinsam essen zu gehen. Im Hostel hatte man uns ein Restaurant schräg gegenüber empfohlen und die Preise in der Broschüre sahen da sehr nett aus. Als wir da aber davor standen, sah der Schuppen doch recht nobel aus. Seltsam..bei den Preisen. Wir fühlten uns etwas unwohl in unseren Schlapperhosen, aber marschierten dann selbstbewusst hinein und fragten ganz selbstverständlich nach dem Restaurant. Der Portier schaute uns blöd an und meinte dann, hier gäbe es keins, dies sei ein Hotel. Ups... draußen mussten wir erstmal einem Lachanfall Luft lassen. Wollten die uns im Hostel für blöd verkaufen? Die Informationen waren irgendwie immer nicht so ganz genau. Sie heißen wohl nicht umsonst Secreto-Hostel (Secreto bedeutet Geheimnis). Weitere Möglichkeiten gab es nämlich auch nicht, denn direkt hinter dem Hotel war eine hohe Felswand. Letztendlich kauften wir in einem Kiosk was zu knabbern und tranken dazu noch unseren Wein aus Argentinien.
24.07.2016 - Wir packten und gingen zum Frühstück. Der Hostelmitarbeiter wünschte uns einen guten Morgen, gab uns die Essensmarken und meinte, bei Problemen können wir ihn gerne fragen. Wir dankten freundlich und dachten, dass er sich seine ungenauen Informationen gerne in den A.. schieben kann. Viel gebracht haben sie uns bisher nicht. Als wir dann aber vor einer geschlossenen Bäckerei standen, vermuteten wir, dass er es wohl deswegen gesagt hatte. Es war Sonntag. Ja super. Und nun? Den blöden Mitarbeiter wollten wir nicht fragen. Glücklicherweise sprachen uns die Mitarbeiter des Kiosks nebenan an, ob wir vom Hostel sind und frühstücken wollen, das gibt es heute bei ihm im Kiosk. Aha.
Nachdem wir gegessen haben, holten wir unsere Rucksäcke und fuhren mit der Metro zum Busterminal. Also fast. Das Terminal hat keine Metrostation, aber wir wollten so nah wie möglich heran fahren und dann ein Taxi nehmen. Auf dem Weg mussten wir einmal umsteigen. Wir warteten ca. 10 Minuten und irgendwie kam immer nur die gleiche Linie. Caro meinte, dass heute sicher nur die eine fährt, weil Sonntag ist. Das bestätigte auch kurz darauf ein weiterer Wartender, der uns diesen Fakt sehr ausführlich erklärte. Also stiegen wir wieder in die gleiche Linie und fuhren dann mit Taxi zum Terminal. Das ließ uns auf der Linksabbiegerspur heraus, weil es links nicht abbiegen konnte, da wurde gebaut. Wir liefen durch die Absperrung zum Terminal.
Dort mussten wir nicht lange nach einem Bus suchen. Wir wollten weiter nach São Paulo. Diese Stadt ist touristisch eigentlich nicht groß von Interesse und ist nur ein strategischer Zwischenstopp. Kristin wollte von dort nach Bolivien fliegen, um weiter durch das Land nach Peru zu reisen. Caro und ich wollten uns ursprünglich dort mit unseren ehemaligen brasilianischen Mitbewohnerinnen treffen. Das hatten wir beim Abschied (den es eigentlich nicht gab, da Ana und Jessica stockbesoffen im Bett lagen und Julia, die den Morgen unten putzte, sie mit keinen Mitteln wecken konnte) versprochen, uns dort zu treffen. Caro und ich vermuteten schon, dass das wohl eher unwahrscheinlich ist, da nur Jessica in der Nähe wohnt. Sie war auch total begeistert und wollte vorbei kommen. Nur leider interpretiere sie unseren Aufenthalt von Sonntag bis Montag als einen Aufenthalt von einer kompletten Woche und als wir dann klarstellten, dass wir nur eine Nacht bleiben werden, wurde dann aus einem Treffen doch nix.
23. 07. 2016 - Für heute hatten wir uns eine weitere Hauptattraktion Rios vorgenommen: den Zuckerhut. Bisher war es uns immer zu bewölkt, aber heute strahlte die Sonne wie lange nicht mehr auf unserer Reise. Da man auf den Zuckerhut entweder hoch klettern musste oder eine Seilbahn nehmen konnte, beschloss Caro, nicht mit hochzukommen, sondern lieber das Viertel Ipanema und die Copacabana zu erkunden. So trennten sich unsere Wege an der Metrostation. Wir hatten uns für zwei verschiedene Zeiten zwei verschiedene Treffpunkte ausgemacht. Da wir keine brasilianischen Telefonkarten hatten und Kristin und ich nicht wussten, was uns für eine Schlange am Zuckerhut erwartete, wussten wir nicht, ob wir es zur ersten vereinbarten Zeit schaffen würden. Daher gab es vorsichtshalber einen zweiten Treffpunkt, sollte einer von uns nicht auftauchen.
Die Wegbeschreibung zum Zuckerhut des Hostelmitarbeiters war zwar richtig, aber sehr ungenau. Mit Durchfragen fanden wir den richtigen Bus und stiegen an der Talstation der Seilbahn aus. Es standen nicht sehr viele Leute an und so ging es recht fix. Den angekündigten Studentenrabatt gab es auch, wir zahlten weniger als die Hälfte des normalen Eintritts. Auf dem Weg nach oben stiegen wir an der Mittelstation um. Hier war einiges los, anscheindend war heute ein Kinderfest und viele Familien fuhren auf den Zuckerhut. Zum Glück war an der Mittelstation ein bisschen Programm, sodass viele Familien dort hängen blieben und wir an der nächsten Gondel auch nicht lange anstehen mussten. Wir genossen die Aussicht und machten Fotos. Ein brasilianisches Möchtegernmodel machte es mir besonders schwer, das perfekte Foto für sie mit ihrer Handykamera zu schießen...ich fand einfach nicht den von ihr gewünschten Winkel für ihr perfektes Rio-Foto. Ich verstand ja leider nicht, was sie mir da die ganze Zeit erklärte. Es gab noch einen kleinen Rundweg durch die Reste des atlantischen Regenwaldes, die sich auf dem Zuckerhut befanden. Wir konnten wieder Äffchen beobachten und sahen auch eine große Eidechse. Dann ging es wieder hinunter. An der Talstation schauten wir nicht schlecht. Die Schlange war jetzt unglaublich lang, man stand jetzt bestimmt mindestens eine Stunde lang an. Netterweise war der Wartebereich überdacht. Da hatten wir echt Glück gehabt. Wir fuhren zurück zur Copacabana. Hier probierten wir einen Fruchtsaft aus Açai, einer tropischen Waldbeere. Der war sehr lecker und erinnert uns in Aussehen und Geschmack an Heidelbeeren.
Der Strand an der Copacabana war voll. Auf der Promenade reihte sich ein Kramsverkäufer an den anderen: Billigschmuck, Tücher, Mützen, Souvenirs, Armbänder...alles, was das Herz nicht begehrt. Vor allem nicht, wenn man die Verkaufsobjekte von den wandernden Strandverkäufern alle zwei Minuten erneut unter die Nase gehalten bekommt. Am Olympiastore, unserem ersten Treffpunkt, fanden wir Caro wieder und dann gab es erstmal eine Kokosnuss bzw. Kokoswasser. Das ist im Prinzip die Kokosmilch einer noch eher unreifen Kokosnuss und schmeckt nicht so intensiv. Das fanden wir lecker und erfrischend. Auch hier kam alle zwei Minuten ein Krempelverkäufer vorbei. Als erholsam empfinden wir einen Strandurlaub hier an der Copacabana jedenfalls nicht. Wir flüchteten in das ruhige Viertel Santa Teresa. Hier sollte heute ein Handwerkermarkt sein, von solchen Märkten bekamen wir einfach nicht genug. Die historische Straßenbahn fuhr zu der Uhrzeit leider nicht mehr und so kraxelten wir wieder zu Fuß hinauf. Der Markt war leider nicht so, wie erwartet und daher nahmen wir einen Bus zurück ins Zentrum und mit der Metro weiter zum Hostel. Kristin fand auf der Straße 60 Reaís (ca. 15 €) und wir beschlossen, davon gemeinsam essen zu gehen. Im Hostel hatte man uns ein Restaurant schräg gegenüber empfohlen und die Preise in der Broschüre sahen da sehr nett aus. Als wir da aber davor standen, sah der Schuppen doch recht nobel aus. Seltsam..bei den Preisen. Wir fühlten uns etwas unwohl in unseren Schlapperhosen, aber marschierten dann selbstbewusst hinein und fragten ganz selbstverständlich nach dem Restaurant. Der Portier schaute uns blöd an und meinte dann, hier gäbe es keins, dies sei ein Hotel. Ups... draußen mussten wir erstmal einem Lachanfall Luft lassen. Wollten die uns im Hostel für blöd verkaufen? Die Informationen waren irgendwie immer nicht so ganz genau. Sie heißen wohl nicht umsonst Secreto-Hostel (Secreto bedeutet Geheimnis). Weitere Möglichkeiten gab es nämlich auch nicht, denn direkt hinter dem Hotel war eine hohe Felswand. Letztendlich kauften wir in einem Kiosk was zu knabbern und tranken dazu noch unseren Wein aus Argentinien.
24.07.2016 - Wir packten und gingen zum Frühstück. Der Hostelmitarbeiter wünschte uns einen guten Morgen, gab uns die Essensmarken und meinte, bei Problemen können wir ihn gerne fragen. Wir dankten freundlich und dachten, dass er sich seine ungenauen Informationen gerne in den A.. schieben kann. Viel gebracht haben sie uns bisher nicht. Als wir dann aber vor einer geschlossenen Bäckerei standen, vermuteten wir, dass er es wohl deswegen gesagt hatte. Es war Sonntag. Ja super. Und nun? Den blöden Mitarbeiter wollten wir nicht fragen. Glücklicherweise sprachen uns die Mitarbeiter des Kiosks nebenan an, ob wir vom Hostel sind und frühstücken wollen, das gibt es heute bei ihm im Kiosk. Aha.
Nachdem wir gegessen haben, holten wir unsere Rucksäcke und fuhren mit der Metro zum Busterminal. Also fast. Das Terminal hat keine Metrostation, aber wir wollten so nah wie möglich heran fahren und dann ein Taxi nehmen. Auf dem Weg mussten wir einmal umsteigen. Wir warteten ca. 10 Minuten und irgendwie kam immer nur die gleiche Linie. Caro meinte, dass heute sicher nur die eine fährt, weil Sonntag ist. Das bestätigte auch kurz darauf ein weiterer Wartender, der uns diesen Fakt sehr ausführlich erklärte. Also stiegen wir wieder in die gleiche Linie und fuhren dann mit Taxi zum Terminal. Das ließ uns auf der Linksabbiegerspur heraus, weil es links nicht abbiegen konnte, da wurde gebaut. Wir liefen durch die Absperrung zum Terminal.
Dort mussten wir nicht lange nach einem Bus suchen. Wir wollten weiter nach São Paulo. Diese Stadt ist touristisch eigentlich nicht groß von Interesse und ist nur ein strategischer Zwischenstopp. Kristin wollte von dort nach Bolivien fliegen, um weiter durch das Land nach Peru zu reisen. Caro und ich wollten uns ursprünglich dort mit unseren ehemaligen brasilianischen Mitbewohnerinnen treffen. Das hatten wir beim Abschied (den es eigentlich nicht gab, da Ana und Jessica stockbesoffen im Bett lagen und Julia, die den Morgen unten putzte, sie mit keinen Mitteln wecken konnte) versprochen, uns dort zu treffen. Caro und ich vermuteten schon, dass das wohl eher unwahrscheinlich ist, da nur Jessica in der Nähe wohnt. Sie war auch total begeistert und wollte vorbei kommen. Nur leider interpretiere sie unseren Aufenthalt von Sonntag bis Montag als einen Aufenthalt von einer kompletten Woche und als wir dann klarstellten, dass wir nur eine Nacht bleiben werden, wurde dann aus einem Treffen doch nix.
Selbst der Reiseführer spricht von São Paulo im Superlativ: die größte Stadt der Südhalbkugel, die besten Museen, die tollsten Restaurants, der schlimmste Verkehr, die größte Gemeinde Menschen japanischer Herkunft außerhalb Japans,... Die Stadt hat 11,3 Mio Einwohner, der Großraum von São Paulo sogar 20 Mio. Damit ist die Stadt die drittgrößte der Welt.
Bei der Anfahrt konnten wir schonmal das superlative Verkehrschaos bestätigen, wir steckten nämlich im Stau und brauchten drei Stunden länger als geplant. Praktischerweise (und im Gegensatz zu Rio) befindet sich hier direkt im Busterminal eine U-Bahn-Station, sodass wir dank der guten Anfahrtsbeschreibung der Internetseite Hostelworld.com, auf der ich wieder das Hostel im Voraus gebucht hatte, recht bequem am Hostel ankamen. Wenn da nur nicht immer das schwere Gepäck wäre, welches schon wieder um ein paar Souvenirs reicher war. Wir wohnten im Stadtviertel Paulista. Im Hostel empfahl man uns einen Burgerladen, wo es die besten Burger der Welt gab. Auf dem Weg dorthin sahen wir ein wenig mehr von São Paulo. Die Hauptstraße war groß und breit und sie war gesäumt von modernen gläsernen Hochhäusern. Die Stadt (zumindest das Viertel, in dem wir wohnten) war überraschend modern. Die Fußwege waren im Gegensatz zu Rio sehr breit, dadurch fühlte man sich nicht so dem Verkehrslärm ausgesetzt. Außerdem war alles recht sauber. In São Paulo findet man auch die größte Schwulen- und Lesbenszene. Die Hälfte aller händchenhaltenden Pärchen war homosexuell. Die Stadt ist aufgrund ihrer sehr heterogenen Mischung an Volksgruppen sehr offen. Man findet Japaner, Italiener, Deutsche, Libanesen, Syrer, Koreaner, Ungarn, Chinesen, Griechen, Polen uvm.
Die Burger waren wirklich sehr lecker und dank des Geldes, das Kristin gefunden hatte, auch gar nicht so teuer.
25.07.2015 - Der Tag der Trennung. Kristin und wir würden ab heute getrennte Wege gehen. Das war schon ein bisschen traurig, denn Kristin war mittlerweile eine treue Wegbegleiterin geworden, die für Spaß und Ordnung sorgte und uns beide vergesslichen Chaoten doch an die eine oder andere Sache erinnerte. Wir würden uns erst in Deutschland wieder sehen. Nach dem Frühstück erledigten wir noch ein paar Besorgungen und dann fuhr Kristin zum Flughafen. Wir blieben den Nachmittag über im Hostel und versuchten, eine Unterkunft für unseren nächsten Stopp, Bonito, zu finden. Am Abend fuhren wir zum Busterminal und stiegen in einen Bus nach Campo Grande. Dem Schokoladenvertreter, der kurz nach Beginn der Fahrt einstieg und kostenlose Proben verteilte, kauften wir auch noch ein kleines Paket ab. Dann versuchten wir mal wieder, so gut wie möglich die kommende Nachtfahrt herumzukriegen.
Bis alsbald!
Lisa
Leckerer CaipirinhaIm Zentrum von RioEin Denkmal der ArmeeErste Zeichen der OlympiadeIm Flamengo-ParkBlick auf den berühmten ZuckerhutNasse Füße gabs auch...Bunte TreppenBlick vom Cristo Redentor auf den ZuckerhutBei der Christus-StatueEin Äffchen in Santa TeresaBummeln in Santa TeresaAuf dem Weg zum ZuckerhutBlick vom Zuckerhut auf RioAuf dem ZuckerhutOlympia!Die berühmte Strandpromenade der CopacabanaKokoswasser zur ErfrischungIn Sao Paulo